Dienstag, 25. Februar 2014

Lisis letzte Woche


Liebe Leserinnen und Leser,



dieser Blogeintrag kommt etwas verspätet, da wir nun für ein paar Wochen durch Sri Lanka reisen werden.  Nun aber zunächst zu den Ereignissen der letzten Woche.

Am Montag beendeten wir das Streichen der Holztische und des Ladenregals. Dieses Mal konnten die Schüler diese Aufgabe schon komplett alleine bewältigen. Davon waren wir sehr begeistert. Währenddessen gestalteten wir gemeinsam mit unseren Gastschwestern, Thilini und Tharuka die Flyer zur Bewerbung unserer neuen Tea-Corner. Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, wurden die Möbel dafür am Montag geliefert, worüber sich Dhammika und die Schüler sehr freuten und einen Wettstreit, um die erste Sitzprobe begann.




Dienstags findet der wöchentliche Musik- und Tanzunterricht von Dhammika statt. Dhammika schafft es jedes Mal das Interesse und die Konzentration der Kinder einzufangen. Nach einer etwas ruhigeren Phase mit klassischer Musik, wird ein rhythmisch-mitreisendes Trommellied aufgelegt, zudem sich jeder frei bewegen darf. Dabei lassen die Schüler jedes Mal buchstäblich die Sau raus und der Dancefloor vibriert ;). Währenddessen nutzen wir mit unseren Gästen Jana und Vroni aus Deutschland die Zeit zum Basteln.

 

Nachmittags probierten wir gemeinsam mit Dhammika selber Zimt zu ernten. Dabei wird zunächst ein kompletter Ast des Zimtbaumes abgeschnitten, die äußere Rinde entfernt und dann die oberste Schicht in Feinarbeit abgeschält. Daraus entstehen mit passendem Werkzeugt die Zimtstangen, wie wir sie in Deutschland kennen. Unsere sehen zwar nicht so toll aus, riechen aber umso fantastischer =)



  
 



Diese Woche fanden, nach unserem neuen Stundenplan, die lebenspraktischen Unterrichtseinheiten statt. In der Cooking-Lesson zauberten die Mädchen gemeinsam mit der Lehrerin Shiromi very tasty pancakes (mit Kokos-Honig-Füllung), von denen jeder kosten durfte. Beim Gardening recycelten die Schüler Plastikwasserflaschen. Es entstanden wunderschöne Hängetöpfe, die nun die Class of Hope schmücken. In der Hope-Shop-Lesson lernen die Kinder die Sri Lanka Rupien kennen, um für den Verkauf im Hope-Shop gerüstet zu sein. Indika ist schon so weit, dass er unter Anleitung Käufer bedienen kann. 




Letzten Donnerstag durften wir unsere erste Bananenstaude im Garten von Premadasa und Dhammika ernten. Da schmeckt die Banane doch gleich viel besser :)




An unserem wöchentlichen Outing-Day, am Freitag, besichtigten wir die Labuduwa Dairy Farm. Sie ist ein Teil der agrarwissenschaftlichen Fakultät der Universität von Galle. Dort machten die Schüler Bekanntschaften mit Kühen, Schweinen, Hühnern, Rehen und natürlich auch mit den verschiedenen Obst- und Gemüsesorten. Manche der Kinder reagierten ängstlich, andere konnten vor Begeisterung kaum aus den Ställen geholt werden.  Die Hitze machte uns ganz schön zu schaffen, so dass wir auf dem Heimweg den Fahrtwind im Bus umso mehr genossen. Etwas ausgezehrt, aber dennoch begeistert, kamen wir in die Class of Hope zurück. 

  

Dort hieß es für Lisi Abschied nehmen: Die Lehrerinnen überreichten ihr einen netten Brief und kleine Präsente.  Der Abschied von den Kindern fiel nicht gerade leicht, aber die bevorstehende Reise hob dennoch die Stimmung.









Für die Familie machten wir einen leckeren, bayerischen Apfelstrudel als Abschiedsessen, der ihnen sichtlich schmeckte. 




Das wars von uns für die nächsten drei Wochen. Zum Abschluss wollen wir noch ein Video drehen, in dem wir euch von unseren Erfahrungen in Sri Lanka erzählen werden. Doch bis dahin müsst ihr euch noch ein bisschen gedulden. Auch der nächste Blogeintrag wird erst Mitte März folgen, wenn Ulla wieder zurück in der Class of Hope ist. 




Bis dahin, macht es gut und genießt das angenehme Wetter zu Hause!

Ulla und Lisi

Sonntag, 16. Februar 2014

Eine kreative Woche!

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

sicher seid ihr schon alle gespannt wie unser Mal-Workshop letzten Sonntag gelaufen ist =)
Nach einer kurzen Führung durch die Ausstellung in der Galerie haben vier Künstler eine nette Malstunde für unsere Schüler vorbereitet. Wir waren begeistert, wie einfühlsam und engagiert die Künstler den Schülern zu farbenfrohen und witzigen Bildern verhalfen. Stolz wurden am Ende alle Ergebnisse vorgezeigt und auch unsere Mal-Künste brachten Applaus ein =)


Erste Schritte in der Galerie.

Indika beim Malen.

Gruppenbild mit Lehrern, Schülern und Künstlern.
  
Am Montag erarbeiteten wir mit Dhammika einen neuen Stundenplan, der die eigentliche Idee der Class of Hope wieder mehr aufgreifen soll, in dem der Schwerpunkt auf die Erlernung lebenspraktischer Fähigkeiten gelegt wurde.

Der neue Stundenplan.

Am nächsten Tag packten wir das Tea-Corner-Projekt an. Das heißt, dass wir neben dem Hope Shop einen kleinen Tee- und Kaffeeverkauf eröffnen möchten. Einerseits soll so die finanzielle Unabhängigkeit von Spenden gesteigert werden und andererseits können dort die Schüler im Servicebereich erste Erfahrungen sammeln.
Längerfristig ist angedacht, das Sortiment auf die hier typischen, frischen Fruchtsäfte zu erweitern.
Hierfür suchten wir mit Tharuka bereits passende Holzmöbel aus, die am morgigen Tag geliefert werden. Passend dazu begannen wir die Wand zu gestalten:

Tharuka beim Streichen des Shops.





Die zukünftige Kaffee-Ecke.


Auch die Blumenwand mit den Mandalas der Schüler konnten wir diese Woche endlich fertigstellen. Außerdem können ab jetzt die Schüler an der Maßstab-Katze ihre Größe ablesen.

Saheli vor unseren Blumenwände.
 
Wir finden es wirklich schön beobachten zu können, wie positiv die Schüler auch aufeinander wirken. Zum Beispiel kommt ab und zu ein Mädchen in die Class of Hope, die nie ihre Mutter loslassen will. Shanaka, unser Klassenclown, hat es geschaftt sie zu beruhigen und die Mutter konnte zum ersten mal seit langem alleine einkaufen gehen.  

Shanakas beruhigende Wirkung auf Frauen =)

Immer für einen Scherz zu haben!

 

Mit einfachen Mitteln bauten Budhima und die Lehrerin Nilani einen Fallschirm zum spielen:
 

Wir haben gehört, dass es bei euch auch schon frühlingshafte Temperaturen hat. Aber an unsere 35°C im Schatten kommt ihr wahrscheinlich nicht heran ;-)
 

Liebe Grüße,
Lisi und Ulla

Samstag, 8. Februar 2014

Independence Day

Hallo ihr Lieben,

nun ist schon unsere vierte Woche in der Class of Hope um und auch diese war wieder sehr ereignisreich.
Da am 4. Februar der Unabhängigkeitstag in Sri Lanka gefeiert wird fand am Montag kein normaler Unterricht statt. Stattdessen trugen die Kinder und Lehrerinnen ihren Eltern und Nachbarn Musik- und Theaterstücke vor. Zu diesem Anlass wurden wir passend von den Frauen unserer Gastfamilie in Saris gekleidet.



Die Kinder hatten viel Spaß die verschiedenen Völkergruppen Sri Lankas darzustellen (Singhalesen, Tamilen, Muslime und Europäer) und beim Singen der Nationalhymne.



Festtagskleidung von Tamilen (links) und Singhalesen (rechts) 
Festtagskleidung: Europäer (links) und Muslime (rechts)
Die Lehrerinnen und wir in Saris


Obwohl am Independence Day eigentlich schulfrei wäre, kamen die Kinder an diesem Tag mit großer Freude in die Schule. Der Grund dafür war, dass wir gemeinsam mit Dhammika einen Workshop für sie organisiert hatten. Den Vormittag verbrachten wir damit neue Handarbeiten, wie Grußkarten und Stifthalter, für den Hope Shop zu basteln.

               

             

Nach einem leckeren und wie immer scharfen Lunch, besuchte uns ein ambitionierter Theaterlehrer, der mit den Kindern einige Übungen zur Körperwahrnehmung machte und mit ihnen ein kleines Theaterstück einstudierte. 



Anschließend genossen wir die Nachmittagssonne bei einem Spaziergang entlang der Uferpromenade von Galle. Die Schüler tobten sich am Strand aus und konnten nur mit großer Überzeugungsarbeit von Seiten der Lehrer zur Rückkehr gebracht werden.


 


In der Class of Hope warteten schon die Familien und Freunde auf das Konzert der Lehrer und Schüler. Die Gesangseinlagen und Tanzauftritte der Lehrerinnen waren sehr beeindruckend. Auch wir mussten ran und gaben das bayerische Lied „D'runt in da greana Au“ zur Belustigung aller Anwesenden zum Besten.
Dann wurde es langsam Zeit ins Bett zu gehen, aber nicht wie gewohnt zu Hause...
Einige der Schüler durften zusammen mit uns in der Schule nächtigen, was für viele die erste Übernachtung auswärts bedeutete. Wir waren erstaunt, dass niemand Heimweh bekam und wie brav sich die Schüler verhalten haben, auch wenn die Nachtruhe schon um 5:30 Uhr zu Ende war.

 

Nach einem gemeinsamen Frühstück wurden die Schüler einer nach dem anderen abgeholt und wir nutzten den freien Tag, um uns von den Strapazen der kurzen Nacht zu erholen.

Am Freitag fand der wöchentliche Outing-Day statt, an dem wir alle zusammen einen Joghurt im nahegelegenen „Milky Way“genossen haben.
Außerdem besuchten wir mit Dhammika eine Kunstgalerie in der Nachbarschaft der Schule und vereinbarten einen Mal-Workshop für den kommenden Sonntag, bei dem die Kinder unter professioneller Anleitung ihre Kreativität ausleben dürfen.
Wir freuen uns schon sehr auf den morgigen Tag und werden euch im nächsten Blog-Eintrag darüber berichten.

Bis dahin, alles Liebe!
Lisi und Ulla




Sonntag, 2. Februar 2014

Selling Day und Malaktionen



Liebe Leserinnen und Leser,



diese Woche haben wir zwei unseren größeren Vorhaben angepackt.  Wir bearbeiteten zusammen mit den Schülern alte Tische mit Sandpapier, um diese anschließend im INGEAR-Rot (soweit es uns möglich war, den Farbton zu treffen) einheitlich  zu streichen. Besonders die Jungs konnten sich dabei austoben und arbeiteten trotz der großen Hitze fleißig mit. 





Währenddessen widmeten sich die Mädchen der Präzisionsarbeit und malten farbenfrohe Mandalas. Um diese Arbeiten zu integrieren, gestalteten wir eine Innenwand der Class of Hope mit einer Blumenwiese. 


 




Außerdem fand diesen Monat auch der monatliche Selling Day statt, an dem die Kinder außer ihren Handarbeiten auch noch frisches Gemüse und kleine Snacks verkauften. Zu den Kunden gehörten Bekannte der Schüler und Nachbarn unserer Schule. Wir waren sehr beeindruckt von den schönen Gewändern der Schüler und der Lehrerinnen, die sich alle für diesen besonderen Tag herausgeputzt hatten. 






















In unserem neuen Schuldgebäude ließ sich auch ein kleiner Laden einrichten, in dem die Schüler den Beruf des Verkäufers kennenlernen können. Dort werden neben Dingen für den alltäglichen Gebrauch, auch Handarbeiten der Schüler, beispielsweise Halsketten, Ohrringe oder Kissenbezüge, verkauft. Am Mittwoch war besonders für die Schülerin Delusha ein großer Tag. Sie durfte mit der Lehrerin Nilani und uns losziehen, um in naheliegenden Hotels und Restaurant im Galle Ford Flyer des „Hope Shops“ zu verteilen. Wir hoffen so, auch einige Touristen in den Shop locken zu können. 






In einigen Hotels und Restaurants sind außerdem einige Spendenboxen für die Class of Hopfe aufgestellt worden. Am Freitag machten wir uns auf den Weg, um diese zu leeren und waren sehr erfreut über die positive „Ausbeute“  Schön war auch die freundlichen Rückmeldungen der einzelnen Manager. 



Am Wochenende gönnten wir uns etwas Auszeit und fuhren in das nahegelegene Hikkaduwa, um am Strand zu entspannen. Besonders eine spontane Radtour ins Hinterland wurde durch die wunderschöne Landschaft zu einem bisherigen Highlight unserer Reise.

 



Wir freuen uns schon auf die kommende Woche, in der viele Ereignisse anstehen und werden euch im nächsten Blogeintrag davon berichten.



Bis dahin, macht`s gut

Eure

Ulla und Lisi