Samstag, 27. Oktober 2012

First computer training

Diese Woche nutzten wir ausgiebig, um die Schueler spielerisch an die Nutzung des Computers heranzufuehren. Der erste Schritt, ueber den wir auch noch laengst nicht hinaus sind, bestand darin, sie an die Bedienung der Maus zu gewoehnen. Dazu verwendeten wir das Programm Paint, das einen bunten und lebendigen Rahmen zur Vermittlung dieser Inhalte liefert. 

Instruktionen.


Im Laufe der Woche konnte sich jeder Schueler mindestens einmal an der neuen Materie versuchen.
Die Herausforderung bestand darin, einige vorgegebene Formen auf der Paint-Oberflaeche verschiedenfarbig zu kolorieren. In der naechsten Stufe war dann eigenes Zeichengeschick
gefragt. Ich demonstrierte das Vorgehen bewusst langsam und erklaerte auf Englisch, wo Zeichensprache und mein duerftiges Singhalesisch versagten.

Detaillierte Instruktionen.
 

Die Lehrkraefte uebersetzten dann fuer die Schueler. Das Lerntempo und die vorhandenen
kognitiven Ressourcen sind bei allen sehr unterschiedlich. Fuer die meisten war es die erste Beruehrung mit dieser neuen Art von Technologie. Waehrend einige auf Anhieb Erfolgserlebnisse
feierten und die Aufgabe nach kurzer Zeit selbststaendig loesen konnten, agierten andere ausgesprochen langsam und mussten geduldig von einem kleinen Schritt zum naechsten begleitet werden. Ausnahmslos allen aber machte es grosse Freude, die schwarzweissen Muster mit farbigem Leben zu erfuellen und das direkte Ergebnis ihrer Mausklicks auf dem Bildschirm zu bestaunen, sodass sich vor dem Laptop oft lange Schlangen bildeten.


Erste Erfolgserlebnisse.


Schnelle Fortschritte sind kaum zu bewerkstelligen, auf lange Sicht ist aber durchaus Potenzial vorhanden. Kontinuierliche und dem Lerntempo eines jeden Schuelers angepasste Foerderung
sehe ich als Schluessel zum Erfolg. Wir werden dieses Ziel auf jeden Fall weiterverfolgen.

Freitag, 19. Oktober 2012

A fruity Day

Gestern stand eine besondere Aktivitaet auf dem Programm. Die Klasse brach geschlossen nach Galle auf, um sich am oertlichen Markt mit Obst einzudecken, das spaeter zu einem schmackhaften
Salat verarbeitet werden sollte. Die erste Herausforderung bestand nun darin, die etwa zwoelf Schueler von Magalle, dem Vorort, in dem die Schule liegt, in die Stadt zu befoerdern.
Wir nutzten als Transportmittel die oeffentlichen Busse. Hierzu sollte man wissen, dass sri-lankische Busse prinzipiell ueberfuellt und unkomfortabel sind und die Fahrer eine sehr ruecksichtslose Fahrweise an den Tag legen. Gluecklicherweise ist die Strecke ausgesprochen kurz und konnte auch mit Hilfe der Erfahrung der drei anwesenden Lehrkraefte komplikationslos bewaeltigt werden.
Die Busfahrt hatte ausserdem noch einen paedagogischen Hintergrund. Denn es gilt die Schueler an die Benutzung oeffentlicher Verkehrsmittel zu gewoehnen, uebrigens ein Aspekt des lebenspraktischen Trainings. Am Zielort angekommen lotsten wir unsere Gruppe zum Obstmarkt, wo Schueler und Lehrer gemeinsam eine reichhhaltige Auswahl trafen. Bananen, Ananas, Papayas, Orangen, Aepfel und Rosinen landeten im Einkaufskorb.
Ressourcenbeschaffung.
 Die Ware blieb vorerst noch Vorort und wurde spaeter per Tuk-Tuk abgeholt und nach Magalle gebracht. Somit blieb fuer Einzelne auch noch Zeit, privat Einkaeufe zu taetigen. Die Schueler begruessten den Ausflug mit sichtlichem Enthusiasmus und erlebten den Ausbruch aus dem Alltag mit Genuss. Bevor es schliesslich wieder heimwaerts ging, flanierte die gesamte Gruppe noch ein wenig den Marinewalk entlang, einem Fussweg direkt am Meer. Hierzu gab es mit Chili gewuerzte Mangostreifen, eine sri-lankische Spezialitaet.
Rudelbildung vor dem Markt.

Private Ausbeute.




Flanieren am Marinewalk.


Zurueck in Magalle wurde erst einmal ausgiebig gerastet, bevor das froehliche Fruechtezerstueckeln und damit die eigentliche Arbeit begann. Unter Aufsicht und tatkraeftiger Mithilfe der Lehrkraefte wurde geschaelt, entkernt und in Stuecke geschnitten, bis sich eine grosse Schuessel mit Obst-Mischmasch gefuellt hatte.

Fruchtgenozid.


Das grosse Fressen.



 Da natuerliche Kuhmilch auf Sri Lanka kaum erschwinglich ist, fuegte man noch ein Dressing aus Milchpulver und Wasser und einen Schuss Eiscreme hinzu. Fertig war ein delikater Obstsalat und es ging auch direkt an den Verzehr. Zuerst durften sich die Schueler die hungrigen Maegen befuellen, dann die Lehrer und schliesslich die wartenden Eltern, die nicht wenig stolz auf das Erzeugnis ihres Nachwuchses waren.

Montag, 15. Oktober 2012

Get to know the Class of Hope



Da ich mich nun selbst bereits vorgestellt habe, ist es an der Zeit die eigentlichen Protagonisten dieses Schauspiels einzufuehren, naemlich die Schueler und Lehrer der Class-of-Hope.


Beginnen wir mit den Lehrkraeften: Oben links sehen wir Dhammika, die Klassenleiterin und begnadete Musiklehrerin. Sie rief das Projekt im Oktober letzten Jahres ins Leben und unterrichtet ausserdem Singhalesisch und Mathematik. Ihr zur Seite stehen Thirani (links mitte), Wasanta (rechts oben), die etwas sauertoepfisch dreinblickende Ruwanti und Malki (links unten). Letztere assisitiert Dhammika als freiwillige Helferin beim Tanzunterricht. Ruwanti und Wasanta teilen sich die Stelle
der Handarbeitslehrerin. Ruwanti ist Spezialistin fuer Malen und Zeichnen, Wasanta fuer Naehen und Sticken. Prinzipiell packt aber jeder ueberall mit an. Insbesondere in die lebenspraktische Erziehung sind alle gleichermassen involviert und selbst einige engagierte Muetter schauen ab und zu vorbei, um sich am Tagesprogramm zu beteiligen.


 


Es folgen die Schueler, aber Ladies first:


Links sehen wir die etwas schuechterne Chamali, 24, die sehr gerne malt. Mittig abgebildet ist Chamalis Freundin Chani, 24, die ein grosses Gesangstalent besitzt und davon traeumt, Lehrerin zu werden. Neu seit September ist Dinesha, 22, die am liebsten Musik macht.






Sandani, 16, Sewwandi, 12, und Dilusha, 9, (von links), sind begeisterte Saengerinnen und Taenzerinnen. Alle drei sind ausserordentlich froehliche und begeisterungsfaehige Kinder.
Dilusha hat ausserdem eine geheime Leidenschaft fuer Raumpflege.



 

Ranga, 24, in der Reihe links, und Dilanthi, 32, begeistern sich ebenfalls fuer Tanz und Gesang.
Ranga hat ausserdem ein Faible fuer das Violinspiel.


Nun kommen wir zu den Herren der Schoepfung:



Links abgebildet ist Salin, 29, der einzige Muslim in der Klasse. Seine Lieblingsbeschaeftigungen sind Basteln und Gartenarbeit. In der Mitte befindet sich Asanga, 24, der leidenschaftlich gerne tanzt
und die berechtigte Hoffnung hegt, einmal ein grosser Star zu werden. Rechts sehen wir den sehr stillen Sanjeewa, 21, dessen Lieblingsfach Handarbeit ist. Er moechte eines Tages eine eigene Stereoanlage besitzen.


Zuletzt sollen auch die Schueler nicht unerwaehnt bleiben, die sich der Klasse nur Nachmittags zur 
Sing- und Tanzstunde anschliessen:

  

Lakshan, 9, Lahiru, 12, und Ramesh, 13, (von links), besuchen ausserhalb eine andere Schule fuer koerperlich und geistig behinderte Jugendliche, die mehr auf theoretische Wissensvermittlung
ausgerichtet ist.




Desweiteren Rashini, 11, Nimeshi, 12, die stets sehr aufgedrehte Majomi, 16, und...










...last, but not least Renuka, 16.