Montag, 25. Mai 2015

Pack die Badehose ein :)

Liebe Leserinnen und Leser,

nach der vergangenen, schulfreien Woche wird der gesamte Montag benoetigt, um die Schule wieder einzuraeumen und fuer den Schulalltag auszustatten. Aufgrund des Todes des Schulhausbesitzers Manjo wurden alle Stuehle, Tische und Schraenke, sowie saemtliche Poster und Bilder aus den Raeumen geschafft, da diese fuer Trauerzeremonien benoetigt wurden (siehe Blogeintrag vom 18.5.2015 ). Wie schon beim Ausraeumen bzw. Abhaengen  helfen wieder alle zusammen und so blicken wir am Ende des Schultages auf das gewohnte Bild der Class of Hope.
Manjos Tod bedeutet gleichzeitig, dass bis spaetestens Anfang September ein neues Schulhaus gefunden werden muss, da dann der Mietsvertrag auslaeuft.

Der Dienstag steht ganz im Zeichen des Erlernens praktischer Arbeiten und der Herstellung der Class of Hope – Produkte. Zusammen mit dem "Woodworker" Dillp und Pathma stellen die Schueler Holzartikel und FlipFlops her. Ausserdem werden natuerlich fleissig die bekannten Ricebags genaeht. Mit den Dekofaehnchen beginnen wir ein neues Produkt fuer den Verkauf im Koccoriko herzustellen.



Viel Spass gibt es immer am Donnerstag, der von Kunst, Musik und Tanz gepraegt ist.


Nach dem allmorgendlichen Schulhaussaeuberung und Gebet spielen wir mit den Schuelern  kleine Spiele. Diese Spiele sollen beispielsweise die Reaktionsfaehigkeit, die Aufmerksamkeit, sowie Hand-Auge-Koordination foedern und natuerlich auch Spass machen. Danach sind die Kinder wach, gut gelaunt und motiviert fuer die folgenden Unterrichtsstunden und Aufgaben.



Freitags findet ja bekanntlich der Outing-Day statt. Diesen Tag nutzen wir, um ihn mit unserem Projekt zu verbinden. Vroni hat uns von ihrem Vorhaben erzaehlt, mit den Schuelern Schwimmen zu gehen/ zu lernen. Trotz der unmittelbare Naehe zum Meer haben die Schueler gehoerigen Respekt, teils auch ein bisschen Angst vor dem Ozean. Kein  Schueler kann schwimmen. Zu dieser schwierigen Ausgangssituation kam noch Zeitnot hinzu, die es  Vroni nicht ermoeglichte, das Projekt Baden/ Schwimmen im Meer anzupacken. Da wir aber noch am Anfang unserer Schulzeit stehen und als (ehemalige) Sportstudenten (hoffentlich ;) ) Wissen ueber Schwimmenlernen mitbringen, starten wir am Freitag - mit Schwimmhilfen und Wasserball ausgeruestet- zum wunderschoenen Strand von Unawatuna. Wer nicht ins Wasser mag, kann am Strand spazieren oder Muscheln sammeln. An einer wellengeschuetzen Stelle wagen sich manche Kinder in den Indischen Ozean. Der Respekt vor dem Wasser, aber auch die Neugier ist den Schueler deutlich anzusehen. Beim ersten Besuch steht das Kennenlernen des Meerwassers und der Spass im Vordergrund.


Anfaengliche Beruehrungsaengste werden abgebaut und das Plantschen, Spielen und Tollen im Wasser wird immer ausgelassener. Darauf werden wir aufbauen…

Gruss
Alexander und Evi

Montag, 18. Mai 2015

Vom Namaste zum Hello ...

Liebe Leserinnen und Leser,

Zuerst moechten wir, Evi und Alexander, die zwei neuen Volunteers in der Class of Hope uns kurz vorstellen. Als angehender Sport- und Mathelehrer und als Lehramtsstudentin haben wir uns eine gemeinsame Auszeit zum Reisen und Unterrichten genommen. Nach sieben Wochen Nepal verabschieden wir uns von den hoechsten Bergen und freuen uns jetzt auf eine neue Kultur, eine neue Gastfamilie und eine neue Schule. Das so vertaute "Namaste" tauschen wir durch ein simples "Hello" ein und schon tauchen wir tief in die singhalesische Kultur ein.
Kaum sind wir in der Hauptstadt Colombo angekommen, machen wir uns mit dem Bus auf in Richtung Sueden und erleben so unsere erste aufregende Busfahrt. Zwar sind wir von Nepal ja schon einiges gewohnt, jedoch wissen die Einheimischen hier, wie man in den eigentlich schon vollen Bus nochmal die gleiche Anzahl von Leuten packt. Auf dem Weg zu unserer Familie steigen wir eine Haltestelle zu frueh aus, was sich auf die Wegbeschreibung relativ unguenstig auswirkt. Aber Dank der hilfsbereiten Nachbarn finden wir unser Zuhause fuer die naechsten 8 Wochen dann doch ziehmlich schnell und wir werden gleich herzlich mit Tee und Bananen aus dem eigenen Garten begruesst.
Unsere Ankunft faellt auf den hoechsten buddhistischen Feiertag, auf das sogenannte Vesakhfest. Die vier Feiertage erinnern an die Geburt, die Erleuchtung und das vollkommene Verlöschen Buddhas und damit seinen Austritt aus dem Kreislauf der Wiedergeburt. Die Strassen und Haeuser werden mit wunderschoenen, bunten Laternen geschmueckt. Natuerlich hat sich auch die Class of Hope darauf vorbereitet und so machen wir uns auf den Weg, um mit Dhammika die muehevoll gebastelte Dekoration und Lichter, aufzuhaengen.






 Am Dienstag ist es dann soweit: Unser erster Schultag. Aufgeregt und neugierig darueber, wie wir wohl aufgenommen werden, fahren wir zur Schule. Nach dem morgendlichen Gebet und der Begruessung werden wir mit Blumen, sowie mit freudigem Laecheln und neugierigen Gesichtern herzlich empfangen. Sofort fuehlen wir uns in der Gemeinschaft Willkommen.


 Auf dem Stundenplan  steht fuer den ersten Tag unter Anderem Kunst, Mathematik und Woodwork.







Nach dem ersten Schultag sind zwar die Kenntnisse ueber die Sprache und Namen der Schueler noch gering, jedoch verlassen wir die Schule mit grosser Zuversicht und Vorfreude auf die naechsten Wochen. Am dritten Schultag empfaengt uns jedoch die traurige Nachricht ueber den ploetzlichen Tod des Schulhausbesitzers Manoj. Typisch fuer Sri Lanka packen alle Schueler, Lehrer, Freunde und Familie des Verstorbenen mit an, um in den Schulraeumen Platz fuer die Aufbahrung des Leichnams zu schaffen und ihm somit die letzte Ehre zu erweisen. Wegen den Trauerzeremonien, sowie aufgrund von traditionellen und religioesen Ueberzeugungen kann fuer sieben Tage kein Unterricht stattfinden ...


Beste Gruesse aus Sri Lanka!

Alexander und Evi