Sonntag, 19. Oktober 2014

Ergebnis einer erfolgreichen Woche

Liebe Leserinnen und Leser,

nach einer weiteren Schulwoche in der Class of Hope gibt es so einiges zu erzählen. Wie wir bereits berichteten, haben sich die Schüler intensiv auf den anstehenden "Art and Music Competition" vorbereitet.

Samstag und Sonntag, 11.10.2014 - 12.10.2014

Normalerweise sind die Pforten der Class of Hope am Wochenende geschlossen, doch nicht so an diesem. Eifrig studierten alle Schüler und Lehrerinnen das selbstkomponierte Musikstück von Dhammika ein.
Eifriges Proben in der Class of Hope

 In stundenlanger Proberei wurden die Tanzschritte der Schüler intensiv einstudiert und verfeinert, damit das Endprodukt perfekt ist. Denn schließlich wollen sie alle den Wettkampf gegen die anderen Schulen gewinnen. Doch irgendwann ließ dann doch bei allen die Konzentration nach, wobei wir wirklich erstaunt waren, wie brav und diszipliniert die Schüler stundenlang an ihrem Werk feilten und immer besser wurden.

Die Pausen wurden fleißig für kleine Fotoshootings genutzt
 Damit der Auftritt jedoch auch für das Auge des Betrachters perfekt erscheint, wurden am Sonntag noch eifrig die Kostüme für die Kinder gebastelt, weshalb sowohl die Eltern, als auch wir beiden kreativ werden mussten.
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Montag, 13.10.2014

Und schon war er da, der Tag des Wettkampfes. Als erstes stand der "Music Competition" auf dem Programm. Deswegen wurden die Kinder in ihre Kostüme gesteckt, frisiert und geschminkt.
Indika - die Sonne

Auch Dhammika half bei den letzten Vorbereitungen

Unser kleiner Mond

Unsere Jungs wankten als Bäume im Wind

Nach langem Warten und einer Generalprobe vor dem Aufführungsgebäude durften die Kinder dann endlich auf die Bühne und stellten unter Beweis, dass sich die intensive Proberei gelohnt hat.
Begleitet wurden die Kinder auf der Bühne von Dhammika, zwei weiteren Musikern auf der Geige und mit Bongos und den kräftigen Stimmen der Lehrerinnen.


Nach der Aufführung folgte danach noch der "Art Competition", bei dem die Kinder ihren künstlerischen Adern freien Lauf lassen durften. Leider erfahren wir erst in einiger Zeit, wer bei den Wettkämpfen gewonnen hat, da die Jury noch keinen Sieger unter all den Teilnehmern ernennen konnte. Wir sind aber schon alle sehr gespannt auf das Ergebnis.

Dienstag, 14.10.2014

Nachdem die Kinder das ganze Wochenende so fleißig geübt haben, durften sie am Dienstag zu Hause bleiben. Die Lehrerinnen nutzen das leere Gebäude, um ihre Klassenzimmer aufzuräumen und ihre Schränke mit den mitgebrachten Materialien aus Deutschland zu füllen.

Mittwoch, 15.10.2014

Ein neuer und gewöhnlicher Schultag stand an, doch für die Kinder gab es eine kleine Überraschung. Nach dem alltäglichen Morgengebet packten wir das neue Schwungtuch aus und ließen der Freude der Kinder freien Lauf. Die Begeisterung stand ihnen förmlich ins Gesicht geschrieben!




Danach stand für zwei Schüler Kochen auf dem Stundenplan. Dafür müssen sie zum Einkaufen gehen, um die Zutaten zu kaufen, um anschließend für alle eine Kleinigkeit zu kochen. Als kleine Überraschung gab es deutschen Pudding, der den Kindern sehr gut geschmeckt hat.


Damit uns beiden am Nachmittag nicht langweilig wurde, durften wir ein paar Bilder und Messlatten an den neu gestrichenen Wänden aufhängen, damit sie nicht mehr so leer aussehen. Von Tag zu Tag kommen nun neue Gemälde und Bastelarbeiten der Kinder dazu.


Donnerstag, 16.10.2014

Am Donnerstag war es dann soweit. Die Verträge der Lehrer konnten endlich nach wochenlanger Arbeit von Patrick unterzeichnet werden.

Vertragsunterzeichnung unter "notarieller" Beglaubigung





Wie ihr seht, war in dieser Woche wieder einiges geboten. Wir sind gespannt, was uns nächste Woche erwartet.
Viele liebe Grüße aus dem leider teilweise etwas verregneten, aber trotzdem warmen Sri Lanka,

Patrick und Veronika

Sonntag, 12. Oktober 2014

Meine ersten Tage in Sri Lanka

Liebe Leserinnen und Leser,

wie mancher vielleicht schon auf der Facebookseite oder in der Zeitung gelesen hat, bin ich, Veronika Scheffel nun als neue Freiwillige für 6 Monate in Sri Lanka. Bevor ich Ihnen jedoch von den letzten ereignisreichen Tagen erzählen werde, möchte ich mich noch kurz vorstellen.

Ich bin 18 Jahre alt, habe dieses Jahr mein Abitur bestanden und drängte nach jahrelangem Schulbankdrücken und Lernen geradezu danach, in die große weite Welt aufzubrechen. Schon seit Jahren war es mein Traum, nach dem Abitur in einem Sozialprojekt zu arbeiten. Ein wichtiger Punkt dabei war für mich, dass es soweit weg wie nur möglich von zu Hause ist, um eine völlig neue Kultur und Mentalität kennenzulernen. Eigentlich bin ich mehr durch Zufall auf INGEAR durch den Vorsitzenden Andreas Huber, einem Lehrer meiner ehemaligen Schule gestoßen. Es dauerte nicht lange, dass vor allem das Projekt in Sri Lanka, die Class of Hope, großes Interesse bei mir weckte und ich mich für INGEAR und für das reizvolle Sri Lanka entschieden habe.
Genug nun aber von mir, schließlich will ich euch das Neueste vom Neusten von Patrick und mir aus der Class of Hope erzählen.

Nachdem ich am Dienstag Morgen oder noch eher Nacht von Premadasa und Patrick mit dem Auto vom Flughafen abgeholt wurde, machten wir uns auf den Weg Richtung Galle. Ich wurde von der Familie sehr herzlich aufgenommen und fühle mich schon jetzt nach den ersten Tagen unglaublich wohl. Noch am selben Tag erlebte ich meine erste Busfahrt, welche keineswegs mit dem westlichen Komfort zu vergleichen ist. In dem übervollen Bus bin ich wohl wirklich richtig in Sri Lanka angekommen. An meinen ersten beiden Tagen lernte ich schon so einiges kennen. Sei es die kulinarische srilankanische Küche, die fröhliche und freundliche Begegnung mit Einheimischen, oder auch die Bekanntschaft mit so manchen Insekten.

Donnerstag, 9.10.2014

Am Donnerstag war es dann endlich soweit. Mein erster Schultag in der Class of Hope. Ich machte mich gemeinsam mit Patrick und Dhammika mit dem Bus auf den Weg zur Schule, jedoch begleitete mich doch ein Gefühl der Anspannung und Aufregung. Dies legte sich jedoch sehr schnell, da mich sowohl die Lehrer, Schüler aber auch deren Eltern mit einem erst schüchternen und dann strahlenden Lächeln empfangen haben. Zuerst standen Putzarbeiten auf dem Plan, da das Schulgebäude in den letzten Tagen gestrichen wurde. Deswegen packten wir alle gemeinsam an und schrubbten den Boden, die Türen und Fenster, um anschließend mit dem Unterricht beginnen zu können. Ich war erstaunt mit welchem Eifer und einer Selbstverständlichkeit alle mithalfen. Es zeigte mir, dass hier eine große Gemeinschaft besteht, in der ich mich sicherlich sehr wohlfühlen werde. Nach dem Putzen stand dann das neue Projekt "Slippery" auf dem Programm. Die Schüler werden in der nächsten Zeit eigene Flip-Flops produzieren, welche anschließend in dem Shop der Class of Hope verkauft werden sollen.
In der Mittagspause überraschten uns die Schüler und Eltern mit einem reich gedeckten Tisch mit Bananen, Kuchen und Keksen. Die Schüler überreichte jedem Lehrer, Patrick und mir Blumen und ein Bild. Grund hierfür war der "Teachers-Day", an dem sich die Schüler bei den Lehrern bedanken.
Bevor dann jedoch alle nach Hause gehen durften, wurde nochmal eifrig für den am Montag anstehenden "Art Competition" gemalt. Hierzu erfahrt ihr aber am Montag mehr.







Freitag, 10.10.2014

Am nächsten Tag stand dann schon mein erster Outing-Day an. Nachdem wir das tägliche Morgengebet gebetet, die Nationalhymne gesungen und ein wenig Morgensport betrieben haben, ging es dann endlich los. Unser Ziel war der Strand. Zu Fuß machten wir uns auf den Weg. Wir haben uns alle in ein Strandcafe gesetzt, doch lange konnten wir nicht stillhalten und schon waren wir alle unten am Strand. Aus anfänglichem Waten durch das Wasser wurden schließlich Wettrennen und andere Spiele. Zur Belohnung gab es noch für jeden ein Eis, bevor es dann zurück zur Schule ging.
Morgendliches Ritual




Das Morgengebet
Morgensport mit Patrick

Bitte alle lachen!
Die ersten Annäherungsversuche mit dem Meer
Das große Wettrennen am Strand
Patrick läuft zum Sieg!
Sogar Dhammika (rechts im Bild) ließ sich nicht lumpen und lief mit

Samstag, 11.10.2014

Normalerweise ist am Wochenende in Sri Lanka ja keine Schule, doch nicht so in der Class of Hope! Denn da wird fleißig für den am Montag anstehenden Art und Music Competition geprobt. Deshalb wurde stundenlang ein selbstkomponiertes Lied von Dhammika einstudiert, wozu die Schüler eifrig tanzen. Sogar ich wurde sofort miteingebunden und darf Dhammika bei der musikalischen Begleitung behilflich sein. Mal sehen, wie ich mich bei meinem ersten Auftritt in Sri Lanka schlagen werde.


Es wurde eifrig getanzt!

Nach meinen ersten Tagen in Sri Lanka kann ich sagen, dass ich nur so von tollen Ereignissen, Eindrücken und Bekanntschaften überrumpelt wurde. Ich freue mich schon auf die folgenden 6 Monate und bin sehr gespannt, was mich noch so alles erwarten wird. In den nächsten drei Wochen werden Patrick und ich euch nun gemeinsam aus der Class of Hope berichten, bevor er dann leider schon wieder zurück nach Deutschland muss.

Viele liebe Grüße aus dem warmen Sri Lanka,
eure Vroni





Donnerstag, 9. Oktober 2014

Langeweile? Nicht mit UNS!


"Alltag" gibt es hier nicht


Es sind nun bereits 5 Wochen ins Land gezogen und in der Class of Hope ist ein wenig der "Alltag" eingekehrt. Nichtsdestotrotz waren wir nicht untätig  und es gibt wieder einiges zu berichten. Denn Alltag meint hier keinesfalls Langeweile! 

Von "kleinen großen Künstlern" auf den Spuren von Picasso und van Gogh, über die erste  Gesamtkonferenz mit allen Eltern und Lehrern, bis hin zum World Children Day am 1. Oktober. 
Aber der Reihe nach...
 
In der Theorie stand das Konzept der Class of Hope für das Jahr 2014/15 bereits. Nun war es an der Zeit, es auf seine Praxistauglichkeit zu überprüfen. Und siehe da, das Kurssystem nach deutschen Maßstäben wurde sofort auf sri lankische Weise adaptiert und in die Tat umgesetzt. 
Wir gliederten die bislang 13 Schüler, gemäß ihrer individuellen Fähigkeiten in Gruppen ein und teilten ihnen, die für sie passsenden Kurse zu. "Maßgeschneiderter Hilfeplan" würde man wohl im Bürokratendeutsch dazu sagen. 

Auf dem Stundeplan steht neben Cooking, English, Math, Music and Dance, Producing Handicrafts (natürlich alles unter lebenspraktischen Gesichtspunkten) auch die Möglichkeit sich künstlerisch auszudrücken.
Just im Moment bereiten sich die Jugendlichen akribisch auf einen Malwettbewerb vor. Hier soll jedoch weniger der Erfolg, als vielmehr die Förderung der Kreativität, der Ausdauer und Geduld im Mittelpunkt stehen. 

Wahre Meisterwerke - Bob Ross wäre stolz







Mein zweites Standbein



Und weil es wie gesagt hier im Prinzip keinen Alltag gibt, wurde ich kurzerhand als Übersetzer für ein Touristguide Programm engagiert. In meiner freien Zeit am Wochenende übersetzte ich 30 Seiten und schenkte dem digitalen Programm meine Stimme. Nun hat jeder Besucher Sri Lankas die Möglichkeit sich von mir durchs Land begleiten zu lassen und alles Wissenswerte zu erfahren (jedoch ist der mGuide Service von Mobitel nur etwas für diejenigen, die weniger Wert auf die korrekte Aussprache der Orte, Könige und Gottheiten legen) :-) 


Es war auf alle Fälle eine weitere spannende Erfahrung, die ich wohl auch nur hier machen konnte!

Es gibt noch Zeichen und Wunder :-)



Zurück zum Tagesgeschäft.... Mit der Organisation der ersten großen Gesamtkonferenz mit  Eltern und Lehrern, stand nun eine große Herausforderung ins Haus.

Getreu dem Motto: "Seien wir realistisch, versuchen wir das unmögliche!", baten wir alle Eltern und Lehrer am 22.09.14 um 4 Uhr nachmittags in der Schule zu erscheinen.
Eine echte Mammutaufgabe, wenn man bedenkt, dass es der gemeine Sri Lanker mit der Pünktlichkeit nicht ganz so genau nimmt. :-)

Meine Zweifel waren jedoch unberechtigt und ich wurde eines besseren belehrt. Pünktlich wie die Mauerer standen nahezu alle Eltern auf der Matte und zeigten sich sehr interessiert und begeistert.


Ein voller Erfolg war auch die anschließende Skype- Konferenz mit Oli , bei der alle Eltern ihre Ideen, Vorschläge und Wünsche direkt an Ingear in Deutschland richten konnten. 

World Children Day

Am 1. 10. stand der World Children Day dick, fett und doppelt unterstrichen im Kalender. Ein Tag von und für die Jugendlichen der Class of Hope. Begleitet von den Eltern gings zu einem nahegelegenen Hotel, wo bereits ein Musikanlage auf die Kids wartete.
Es wurde getanzt, gesungen, gegessen und viel gelacht, aber seht selbst: