Montag, 3. September 2018

Deutschland ruft..


Meine Zeit in der Class of Hope ist nun leider schon zu Ende. Trotz der kurzen Zeit, habe ich die Schueler sehr ihns Herz geschlossen.
Fuenf Wochen sind definitiv zu kurz, aber die Arbeit in Deutschland ruft..



Am Montag fuhren wir in die Wasserwelt nach Colombo, wobei wir nicht nur Fische, sondern auch Voegel und Schildkroeten sehen konnten.










Nach dem Besuch in der Wasserwelt fuhren wir zu einem nahegelegenen Telpel, in dem angeblich ein Haar Buddhas ist. Die Schueler und Muetter fuellten Kruege und gossen den heiligen Baum an der Buddhastatue.



Meinen letzten Arbeitstag verbrachten wir dann am Strand in Galle Fort und  beendeten ihn mit einem gemeinsamen Mittagsessen. Die Schueler ueberreichten mir zum Teil Geschenke, schuettelten mir die Hand und bedankten sich bei mir. Ein sehr ruehrender Moment..



Am naechsten Tag durfte ich meine Gastschwester Taru und ihren Mann zu einer Hochzeit begleiten. Diese war mit ca. 400 Gaesten sehr pompoes fuer mich, aber normal fuer Sri Lanka.



Am Freitag besuchte ich zusammen mit der Gastmutter und Rektorin Dhammika und der Lehrerin Malika den Schueler Sampath, der seit ca. 2 Jahren nicht mehr in die Class kommen kann, weil die Mutter einen Unfall hatte und nun kaum noch gehen kann. Da der Schueler nicht alleine mit dem Bus kommen kann und das Tuk Tuk auf Grund der weiten Entfernung zu teuer ist, sitzt er den ganzen Tag  mit seiner Mutter im Haus der Schwester. Die Schwester kuemmert sich zusammen mit ihrem Mann um die Beiden und bezahlt ihre Medikamente. Auch ihr Geld reicht fuer den Schulweg nicht aus.
Ein weiteres Uebel in der Familie ist der Tod des Vaters durch den Tsunami 2004.
Zukuenftig, wenn genuegend Gelder zur Verfuegung stehen, wird Sampath vielleicht einen Tag die Woche in die Schule kommen koennen. Am besten waere fuer ihn der Musik and Dancing Day. Laut Dhammika mag er Musik und Bewegung sehr gerne.

Sampath im zu Hause seiner Schwester

Nicht nur die Schueler, auch die Gastfamilie werde ich in Zukunft vermissen..
Heute geniessen wir den letzten gemeinsamem Abend.


 Kathrin


Freitag, 24. August 2018

Besuch aus Deutschland

Am Dienstag, den 14. August bekamen wir Besuch aus Deutschland.
Die Rektorin des HPZ Eggenfelden, Frau Frauscher, besuchte uns mit ihrem Mann.
Am Tag zuvor bereiteten wir Lesezeichen als Gastgeschenk fuer die Partnerklasse aus dem HPZ vor, zu der die “Class of Hope” seit ca. einem Jahr Kontakt hat.
Frau Frauscher ueberreichte uns zwei Paeckchen mit Spielsachen, Schreibutensilien, Rechenhilfen, etc., die von der Partnerklasse zusammengestellt wurden. Die Schueler packten freudig aus, versuchten manche Gegenstaende fuer sich zu beschlagnamen und probierten einige Spiele.



Mit in den Paeckchen war ein Brief an die Schueler, den wir in der naechsten Woche beantworten werden. Besonders interessant fuer die Schueler der “Class of Hope” waren die Fotos der einzelnen Schueler der Partnerklasse. Wir haben nun Steckbriefe verfasst, die ich mit nach Deutschland nehme und den Partnerschuelern ueberreiche.  Es ist sicherlich spannend fuer die Schueler, was die Jugendlichen hier in Sri Lanka gerne in ihrer Freizeit machen, was ihr Lieblingsessen ist und welches Tier sie am Liebsten haben. Auch fuer unsere “Class” war das gemeinsame Ausfuellen der Steckbriefe interessant und lustig, sie konnten neue Aspekte ueber die Mitschueler erfahren und Gemeinsamkeiten feststellen.









Der Outing-Day am letzten Donnerstag ging in einen Park mit Spielplatz und an den nahegelegenen Strand. Besonders das begehbare Modellflugzeug war aufregend fuer die Schueler. Am Stand sahen wir den Fischern zu und sammelten abgestorbene Korallen am Strand fuer die Rasseln, die wir basteln wollen.





 

Der geplante Outing-Day fuer diesen Donnerstag wurde auf den kommenden Montag verschoben, da Saheli, die Tochter der Rektorin Dhammika, ihren sechsten Geburtstag feierte. Saheli verbringt fast jeden Nachmittag bei uns und wollte deshalb gerne in der “Class of Hope” feiern.


Das Wochenende verbrachte ich zusammen mit Dhammikas Tochter Taru, ihrem Mann und dem Baby im schoenen Yala-Nationalpark. Ich war ueberrascht, wie trocken die Gegend dort ist. Kaum zu glauben wie facettenreich Sri Lanka ist.
Ich freue mich auf die naechste, leider schon letzte Woche mit den Schuelern und hoffe, dass ich alles was ich vorhabe zeitlich unterbringen kann.

Bis bald!

Donnerstag, 9. August 2018

Angekommen

Hallo zusammen,

ich bin Kathrin, die neue Freiwillige hier in Sri Lanka, fuer insgesammt sechs Wochen.


  Saheli (die Enkelin der Gastmutter) und ich

Der Start in der Class of Hope wurde mir sehr leicht gemacht. Die Schueler ueberreichten mir zum Empfang Blumen und stellten sich laecheld und etwas verlegen vor. Da ich nicht mit einem Empfang dieser Art rechnete freute ich mich noch mehr darueber.



Zusammen mit Dhammika, der Schulleitung, erstellte ich bald einen Wochenplan fuer meine Zeit in der Schule. Wir planten Ausfluege, was wir Kochen wollen und sonstige Aktivitaeten. Ich bin hauptsaechlich fuer Kunst und Aktivitaeten zustaendig, Wir haben uns viel fuer die sechs Wochen vorgenommen und es kommen immer wieder Ideen hinzu, die wir umsetzen moechten.
Der Unterricht findet im August von Montag bis Donnerstag statt, da die Schueler eigentlich Ferien haetten. Diese werden zwar nach meinem Aufenthalt nachgeholt, werden aber kuerzer ausfallen.


Man sieht den Schuelern an, dass sie gerne kommen. Die meisten uebernehmen kleine Aufgaben, die sie sich im Laufe der Zeit selbst zugeteilt haben. Sie oeffnen morgens die Fenster, kehren den Boden usw. Dann erfolgt der Unterricht, wie im Wochenplan gezeigt. Da der Unterricht abwechlungsreich gestaltet und meist spielerisch dargestellt wird, blicke ich oft in lachende Gesichter. Der Schulleitung ist es sehr wichtig, dass die Schueler Spass und Freude in der Class of Hope erleben. Dies kann sie erfolgreich umsetzen.

Die Schueler bereiten die Zutaten fuer die Kuerbissuppe vor

Dhammika erklaert nocheinmal die Zubereitung fuer alle Schueler

Lecker!!


Gemeinschaftsbild mit Fingerfarben

Zahlen lernen mit UNO-Karten

Disko am Nachmittag

Das Highlight der Woche war bisher immer der Outing-Day am Donnerstag. Die Ausfluege gingen nach Galle-Ford und in den nahegelegenen Ort Hikkaduwa in eine Turtle-Farm und ein Tsunami Museum.
Der Cousin des neuen Schuelers Vaadi kutschierte uns mit einem Kleinbus zu den Ausflugszielen. Die meisten Familien der Schueler besitzen kein Auto und kommen aus armen Verhaeltnissen.
Diese Fahrten an den Outing-Days sind immer sehr lustig. Wir sitzen eng zusammengequetscht und gestapelt im 9-Sitzer mit ca. 15 Personen und die Schueler singen Lieder. Manchmal zwei verschiedene zur gleichen Zeit und in unterschiedlichen Tonlagen und Geschwindigkeiten.

Galle Fort
Stand am Galle Fort
Fahrt durch Galle Fort

Turtle Farm

Turtle Farm

Tsunami Museum

Spass auf dem Rueckweg

Nicht nur die Arbeit macht Spass, auch bei der Gastfamilie, der Rektorin und ihrer Familie, bin ich sehr gut aufgehoben. Wir tauschen uns oft ueber Sitten und Braeuche in Sri Lanka und Deutschland aus und kochen und essen abends gemeinsam. Ausserdem geben sie mir Tipps welche Plaetze und Staedte ich mir am Wochenende ansehen sollte und laden mich zu Familienfeiern ein.

Familientreffen einer befreundeten Familie



Ich freude mich auf die kommenden Wochen mit neuen Herausforderungen und Erlebnissen.