Donnerstag, 5. September 2013

Ein neues Schuljahr fuer die INGEAR Class of Hope

Vor vier Tagen war an der INGEAR Class of Hope der erste Schultag und wir waren von Anfang an dabei. Bevor wir Euch ueber unsere erste Schulwoche und Erlebnisse berichten, erstmal ein bisschen etwas ueber uns beide:

Wir heissen Anja und Christina, sind beide 21 Jahre alt und studieren in Muenchen Grundschullehramt. Wir kommen beide aus Eggenfelden und durch unseren Kontakt zum Verein INGEAR haben wir uns dazu entschieden, der Class of Hope in Sri Lanka einen Besuch abzustatten. Fuer sechs Wochen werden wir an der Schule mithelfen und dann im Oktober zum Semesterbeginn nach Deutschland zurueckkehren.

Angekommen sind wir bereits Anfang August. Nachdem wir unsere Gastfamilie kennengelernt hatten, haben wir eine vierwoechige Rundreise durch Sri Lanka gestartet. Waehrend dieser Zeit waren in der INGEAR Class of Hope Sommerferien und wir hatten viel Zeit, die schoene Insel zu entdecken.

Auf unserer Route haben wir viele eindrucksvolle und interessante Orte besucht, unter anderem eine Teefabrik im Hochland, das Pinnawala- Elefantenwaisenhaus, buddhistische Tempel und traumhafte Straende. In Kandy, einer ehemaligen Koenigstadt, haben wir das buddhistische Hochfest Perahera hautnah miterlebt. Die Menschen in Sri Lanka sind uns immer mit einer freundlichen und hilfsbereiten Art begegnet. Nach einigen Tagen haben wir uns auch an die rasante Fahrweise der Busfahrer und die laute singhalesische Musik gewoehnt:)


Badezeit im Elefantenwaisenhaus
Hoehlentempel in Dambulla

Unsere Gastfamilie hier besteht aus Premadasa (Lehrer an einer Foerderschule in Galle) und seiner Frau Dhammika (sie ist die Direktorin der INGEAR Class of Hope), deren Toechtern Taruka und Tilini. Das juengste Mitglied der Familie ist die einjaehrige Sahiri, die suesse Tochter von Taruka. Wir wurden von ihnen sehr herzlich aufgenommen und erfreuen uns jeden Tag an den leckeren Reis und Curry Gerichten, der Tea-Time um vier Uhr und den abendlichen Gespraechen ueber Land und Leute. Dass wir uns hier so wohlfuehlen, dazu traegt auch das gemuetliche Zimmer mit Balkon bei, dass Premadasa und Dhammika fuer die Freiwilligen und auch andere Besucher des Landes eingerichtet haben.  

Aber jetzt zu unserer Arbeit an der Class of Hope:

Wie bereits von Christoph und Veronika erwaehnt, stehen der Schule in diesem Schuljahr einige Veraenderungen bevor. Ab dem ersten Oktober ziehen die Schueler in ein neues Schulgebaeude, dort sind verschiedene Raeume fuer Kleingruppen vorhanden, ein grosser Verkaufsraum fuer den Shop, eine Kueche und ein grosser Innenhof. Wir durften das Gebaeude bereits besichtigen und haben vor, zusammen mit den Schuelern, die neuen Raeumlichkeiten zu gestalten. Unter anderem wollen wir gemeinsam einige Waende mit passenden Motiven bemalen und den Shop ansprechend einrichten.

Puenktlich mit unserer Ankunft kam auch das grosse Paket mit von INGEAR gesponserten Schulmaterialien an. Darin enthalten waren verschiedene, ueberwiegend sonderpaedagogische, Materialien, vor allem fuer die Faecher Mathe und Englisch.

Materialuebergabe mit der Direktorin Dhammika

Mathematikunterricht mit dem neuen Holzmaterial

In unserer ersten Woche hier haben wir bereits mit einem Mathepuzzle aus Holz im Zahlenraum 1-10 gearbeitet und die Arbeit der Naehlehrerin wurde durch Faedelspiele unterstuetzt. Ausserdem konnten wir fuer die Einfuehrung des Englischunterrichts einige Lehrerhandbuecher verwenden.
Geplant ist, dass wir waehrend unseres Aufenthalts dreimal pro Woche Englisch unterrichten und dies als festes Schulfach etablieren. Vor unserer Abreise werden wir uns darum kuemmern, dass dies dann von einer anderen Lehrkraft uebernommen werden kann.
Im Vordergrund sollen Grundkenntnisse stehen, auch im Hinblick auf die Arbeit in dem geplanten Shop im neuen Schulgebaeude. 

Zusaetzlich bringen wir einige Ideen fuer den Kunstunterricht ein, in der ersten Woche haben wir mit den Schuelern Blumenbilder gestaltet und mit Kartoffelstempel zwei Gemeinschaftsbilder erstellt. Die Kinder sollen sich ein bisschen im Umgang mit der Verwendung von Farben und Formen schulen und ihr motorisches Geschick erweitern.


Anja zeigt den Kindern die Vorgehensweise beim Malen der Blumenbilder

Die fertigen Werke des Kartoffeldrucks

Da wir am ersten Tag sehr herzlich und liebevoll von den Kindern und Jugendlichen mit Blumen und Gesang begruesst wurden, wollten wir uns mit einer kleinen Suessigkeit aus Deutschland bedanken. Gemeinsam mit den Kindern haben wir passend zum "Cooking Day" mitgebrachten Schokopudding aus Deutschland zubereitet. Den Kindern hat es geschmeckt, wie sie uns mit einem "Rahsah" ("Lecker!") bestaetigt haben. Vielleicht lag es auch an der riesigen Menge Zucker, so moegen die Singhalesen ihre Nachspeisen einfach gerne:)  


Chamali beim Abmessen des Zuckers


So suess wie der Pudding grinst auch unser Salik:)

Naechste Woche werden wir die Schueler mit Fotos vorstellen, da im neuen Schuljahr einige neue Gesichter dazugekommen sind. Wir freuen uns schon auf die naechsten Tage und da bei uns bereits Abend ist, sagen wir subhah sandhaavahk aus Sri Lanka!



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