Freitag, 30. November 2012

Zurueck in Galle

Nach zweieinhalbwoechiger Wanderschaft melde ich mich nun zurueck  auf meinem Posten. Ein detaillierter Reisebericht wird nachgereicht. Seit meiner Abreise hat sich in der Klasse nichts wirklich Nennenswertes ereignet. Wie auch in den Wochen vor meinem Aufbruch steht alles im Zeichen des Gross-Events am 10. Dezember. Die kunsthandwerklichen Gegenstaende fuer die Ausstellung sind nahezu fertiggestellt und erhalten teilweise noch den letzten aesthetischen Feinschliff.
Hier ein Foto all der verschiedenen Sorten von Ausstellungsstuecken:




Darunter befinden sich bemalte und bestickte Kissenbezuege, Papayas aus buntem Papier und Kokosnusschalen, Blumenstrauesse aus Draht und Schaumgummi sowie mit Acryalfarben bemalte Wandteppiche und Schnipselbilder von Fruechten auf Styroporplatten.
Noch wesentlich ambitionierter liest sich das Programm fuer das Konzert. Insgesamt sechzehn Stuecke werden die Schueler darbieten, die sowohl Tanz, als auch Gesang umfassen und in verschiedenen Kostuemen vorgetragen werden. Es sind einige lokale Eigenheiten enthalten.
Zum Beipiel wird im zweiten Lied der an sich hinduistischen Gottheit Saraswati gehuldigt, der Repraesentantin von Weisheit und Gelehrsamkeit. Die dritte Darbietung duerfte fuer Europaeer einen etwas seltsamen Beigeschmack haben. Denn hier werden die Taten der glorreichen Sri-Lankischen
Armee gepriesen und ihr Sieg ueber die Liberation Tigers of Tamil Ealam im 25-jaehrigen Buergerkrieg. Man sollte sich darueber im Klaren sein, dass beide Seiten mit haertesten Bandagen gekaempft haben. Im Singhalesischen Teil Sri Lankas aber wird das selten hinterfragt. Ausserdem gehoeren Regierungsbeamte zu den geladenen Gaesten. Es empfiehlt sich also nicht, auf diesen patriotischen Beitrag zu verzichten.

Human Lamp

Desweiteren enthaelt das Programm noch einige Eigenkreationen von Dahmmika, wie zum Beispiel
die offizielle Klassenhymne Ira Payana Wage, was so viel bedeutet wie "Do you know the sun is shining". Auch die "Human lamp" ist eine sehr originelle Idee. Es ist in Sri Lanka normalerweise Brauch, dass die geladenen Gaeste zu Beginn grosse bronzene Oellampen entzuenden, eine Art Segen fuer das Gelingen der Veranstaltung. Diesmal aber wird es anders sein, denn die Schueler fungieren selbst als menschliche Lampen und halten kleine Lichter in den Haenden, die die Gaeste dann entzuenden duerfen. Da hat man sich einiges vorgenommen und dementsprechend gestaltet sich im Moment der Tagesablauf in der Klasse. Von frueh bis nachmittags Musik und Tanz, alle anderen Aktivitaeten sind bis auf weiteres eingestellt. Angesichts der Umstaende nachvollziehbar, aber schade fuer mich, weil ich absolut unmusikalisch bin. Also im Augenblick viel Leerlauf. Ich versuche jedoch, mich bei organisatorischen Dingen nuetzlich zu machen. So habe ich zum Beispiel den Banner und die Einladungskarten fuer die Veranstaltung in Druck gegeben und abgeholt. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an Sebastian Glatzeder von INGEAR, der das Design entworfen hat. Doch trotz Vorbereitungsstress bleibt ab und zu Gelegenehit fuer eine kleine Auszeit.
In der Snackbar.

 Heute beispielsweise waren wir gemeinsam mit Schuelern und Eltern in einer Snackbar direkt am Strand und haben einen kleinen Imbiss genommen. Es gab delikate Teigroellchen mit Fischpaste und Tee, der fuer meine Begriffe ungeniessbar ueberzuckert war. Fuer Sri Lanker aber genau die richtige Suesse hatte. Dieser kleine Ausflug war fuer alle Beteiligten eine erfrischende Auflockerung und morgen kann es mit neuer Energie zurueck an die Arbeit gehen. 

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