Sonntag, 13. Dezember 2015

Goodbye und auf Wiedersehn!

Liebe Leserinnen und Leser,

mit diesem letzten Eintrag möchte ich mich bei Euch allen verabschieden und mich ganz herzlich für Euer Interesse an meinen Erlebnissen in der Class of Hope bedanken. Ich habe seit knapp einer Woche wieder deutschen Boden unter den Füßen und gewöhne mich nur langsam an die Kälte und Dunkelheit hier. 

Nun aber noch zu meinen letzten Tagen in Sri Lanka und in der Class of Hope. Die letzte Schulwoche war geprägt von Tests und Prüfungen in allen Fächern, welche immer zum Ende eines Terms abgehalten werden. Deshalb fand in dieser Zeit auch kein regulärer Unterricht statt, sondern die Schüler bekamen nach den Leistungserhebungen durch verschiedene praktische Arbeiten einen Ausgleich. Zum Beispiel durfte jeder an einem Tag sein eigenes Brötchen formen, welche mit Hilfe einer von mir aus Deutschland mitgebrachten Backmischung hergestellt wurden. Gemeinsam verzehrten wir diese dann mit deutscher Marmelade und einem Schokoladenaufstrich. Alle genossen den zwar ungewöhnlichen, aber sichtlich leckeren Geschmack und so waren schnell alle Hälften aufgegessen. 

Die fleißigen Bäcker


Am Donnerstag fiel unser Musik- und Tanztag aus, da Dhammika bei dem Konzert ihrer alten Schule mitwirkte. Hierzu wurde auch die Class of Hope eingeladen und so machten wir uns gemeinsam auf den Weg in das benachbarte Schulgebäude. Mit vielen bunten Tänzen, witzigen Theaterstücken und tollen Liedern begeisterten die Schüler alle Zuschauer. Außerdem durften wir in einer kleinen Ausstellung die künstlerischen Arbeiten aus dem laufenden Schuljahr bestaunen und einige Ideen sammeln. 

Tolle Gesangseinlagen mit bunten Kostümen

Außerdem steckten wir mitten in den Vorbereitungen für unseren Selling Day, welcher am Freitag, den 04.12.2015, stattfand. Hierfür mussten noch fleißig Produkte fertiggestellt und verpackt werden sowie Preisschilder geschrieben und Einladungen verfasst werden. Mit einigen Überstunden durch die Lehrerinnen am Nachmittag konnte jedoch alles rechtzeitig erledigt werden und wir starteten püntklich um 10 mit dem Verkauf unserer Sachen. Zusätzlich dazu brachten Eltern Gemüse, Obst und selbstgemachte Köstlichkeiten mit, welche sehr gut bei unseren Kunden ankamen. Diese kamen zwar anfangs etwas spärlich, was sich mit der Zeit jedoch besserte. Am Ende konnten wir einen Gewinn verzeichnen und haben somit unser Ziel erreicht.  

Dann war es für mich auch schon an der Zeit mich auf meinen Abschied vorzubereiten. Nachdem jeder einen Eisbecher verzehrt hatte und der Abschiedsbrief vorgelesen und die Geschenke übergeben waren, drehte Dhammika die Anlage noch einmal auf und wir tanzten ein letztes Mal alle gemeinsam zur Musik. Dies war für mich der wohl schönste Abschied, den ich mir hätte vorstellen können, da ich diese Momente der Freude und Ausgelassenheit wohl am meisten schätzte während meiner Zeit in der Class of Hope. Die fröhlichen, lachenden Gesichter werden noch lange in meiner Erinnerung erhalten bleiben und zählen für mich mehr, als alles andere. 

Hiermit ist meine Zeit in der Class of Hope zu Ende und mir bleibt nicht mehr, als mich bei allen Beteiligten zu verabschieden und mich herzlich zu bedanken. Ich konnte sehr viele lehrreiche und prägende Erfahrungen machen und hatte eine wunderbare Zeit mit den Schülern der Class of Hope. Ich hoffe, ich kann bald wieder zurückkehren und mich von ihren glänzenden Augen begeistern lassen. Bis dahin hoffe ich, dass sich die Arbeit in der Schule immer weiterentwickelt und das Wohl der Kinder nie aus den Augen verloren wird. 

Ein letztes Mal, vielen Dank und herzliche Grüße aus dem schönen Würzburg,

Eure Vanessa 

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