Dienstag, 16. April 2013

Miteinander


Liebe Leser,

ich bin nun seit gut zwei Wochen zurück in Deutschland und staune gerade darüber, wie schnell man sich doch wieder in seinen Uni- und Arbeitsalltag einfinden kann. Auch wenn es sich im Moment so anfühlt, als wäre ich gar nicht weg gewesen, so ist da doch etwas tief in mir, das mich spüren lässt, dass sich etwas durch meinen Aufenthalt in Sri Lanka verändert hat.
Es ist wohl eine neue Perspektive auf die vielen kleinen, aber doch eigentlich größten Dinge des Lebens: Nächstenliebe, Lebensfreude, Gelassenheit und vor allem Einfachheit, die ich alle täglich spüren durfte und die meine Zeit in Sri Lanka so kostbar und einzigartig gemacht haben.
Der Abschied ist mir deshalb richtig schwer gefallen..
Die letzten Tage vor meiner Abreise gab es noch viele kleine Feste. Es wurde gespielt, musiziert, gegessen, getanzt und vor allem sehr viel gelacht.

Dem Ziel „Hilfe zur Selbsthilfe“ sind wir meiner Meinung nach ein Stück näher gekommen. Das hat sich vor allem durch die vielen lebenspraktischen Tätigkeiten, wie selbstständiges Einkaufen oder Busfahren ausgezeichnet. Eines der größten und auch schönsten Erlebnisse war unser Verkaufstag am Galle Fort. Ich hatte das Gefühl, dass dieses Erlebnis die Schüler, Lehrerinnen und Mütter sehr beeindruckt hat, etwas verkaufen zu können, was durch die Hände der Schüler mit Hilfe der Lehrerinnen erschaffen wurde. In meinen Augen war das für alle eine sehr wichtige und auch notwendige Erfahrung, die motiviert, um weiterhin Arbeiten herzustellen und zu verkaufen.

Um es für die nächsten Freiwilligen etwas einfacher zu machen, habe ich ein paar Bilder der Materialien, die ich von Deutschland mitgenommen habe, hinzugefügt. Vor allem Perlen sollten die nächsten Freiwilligen auf jeden Fall mitnehmen. Denn das Herstellen von Halsketten und Armbändern macht den Schülern besonders viel Spaß und in Sri Lanka ist es leider kaum möglich einzelne Perlen zu kaufen.

Zum Schluss möchte ich mich bei INGEAR und vor allem Christoph Schmidtke herzlich bedanken, die mir die Möglichkeit gegeben haben, an einem tollen Projekt mitzuwirken und einer der herzlichsten und vor allem ehrlichsten Menschen kennenzulernen.

Eines meiner Lebenseinstellungen gemäß dem afrikanischen Sprichwort:
„Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, werden das Angesicht der Erde verändern“ hat sich mal wieder bestätigt.
INGEAR und die Lehrer der Class of Hope, allen voran die Direktorin Dhammika de Silva, leisten eine tolle Arbeit und ermöglichen sozial benachteiligten Menschen eine Zukunft mit Perspektive.

Ich wünsche all den Lesern, die meinen Blog verfolgt haben, alles Gute und vor allem ein Leben im Miteinander..

Alles Liebe!
Anne


Bilder 


 Mitgebrachte Materialien:





Spiele, u.a. Dosenwerfen:)










Ausgelassenes Tanzen..






Auch die Mütter haben mitgetanzt:)

Premadasa hat dabei gefilmt





Essen, das von den Müttern zubereitet wurde und richtig lecker geschmeckt hat.







Tanzaufführung von den Schülern





.. und Malkis Soloeinlage!




Die Lehrerinnen haben zum Abschluss ihre wunderschönen Saris angezogen.





Ayubowan!

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